Warentest prüft grünen Tee und Matcha – nur zwei mit guten Schadstoffwerten | STERN.de

2022-09-02 17:40:26 By : Mr. kesson hu

Grüner Tee ist so eine Art natürliches Wundermittel, zumindest wird ihm nachgesagt, positive Effekte auf die Gesundheit zu haben. Den guten Ruf hat er unter anderem seinen natürlichen Gerbstoffen zu verdanken, den Katechinen. Und tatsächlich legen Studien nahe, dass der regelmäßige Genuss gut fürs Herz sei, sogar Karies abwehren könnte. Aber wie so oft sollten Verbraucher beim Einkauf nicht jedes x-beliebige Produkt wählen. Denn so mancher Grüntee kommt mit einem Problem in die Tasse: Schadstoffe. Stiftung Warentest hat geprüft, welche grünen Tees und Matchas bedenkenlos getrunken werden dürfen.

2015 hatten sich die Warentester schon einmal diverse Tees aufgebrüht und dabei Unappetitliches gefunden. Damals war jeder zweite grüne Tee mit Schadstoffen belastet. Dafür hagelte es reihenweise die Note "Mangelhaft". Seither hat sich auf dem  Markt viel getan, aber auch beim Inhalt? "Eine reine Weste können wir den meisten nicht bescheinigen", urteilt Warentest. Obschon die Tees in der Test-Neuauflage weitaus besser abschneiden, erreichen gerade einmal zwei Tees ein gutes Schadstoffurteil. Es sind vor allem Aluminiumfunde, die für Abwertungen sorgen.

Das Aluminium nimmt die Teepflanze aus dem Boden auf, es ist also natürlichen Ursprungs. Aber es kann bei regelmäßigem Konsum Nervenschäden verursachen. Die Aluminiummengen, die in den Test-Tees gefunden wurden, waren nicht bedenklich. Drei Produkte waren aber immerhin so stark belastet, dass sie sich mit einem "Ausreichend" zufrieden geben müssen. Betroffen davon war der faire Bio-Tee des Discounters Aldi Nord ebenso wie der Grüntee von Teekanne. Aber auch der teure Matcha von dmBio überzeugte in der Schadstoffwertung nicht. Vieltrinkern rät Warentest davon ab, diese drei Tees dauerhaft zu trinken. Sie sollten stattdessen lieber ab und zu die Marke wechseln. 

Testsieger ist der Bio-Tee von Tee Gschwendner, dicht gefolgt von dem Grüntee von Rewe Bio. Beide liefern ein gutes Schadstoffergebnis, sind aber kein Schnäppchen. Für 100 Gramm zahlen Verbraucher 4,50 Euro (Gschwendner) und 4,95 (Rewe Bio). Günstigere Alternativen, die immerhin "befriedigend" abschneiden, gibt es schon ab rund einem Euro. Die Pulverform des Tees kommt noch einmal teurer. Die Matcha-Tees im Test kosten um die 30 Euro pro 100 Gramm. Trotz des Preises schneidet keines der Produkte gut ab. Zwei sind laut Stiftung Warentest "befriedigend", einer nur "ausreichend".

Den gesamten Test können Sie gegen Gebühr auf test.de nachlesen.

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